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Lebenslagen

Notfall und Erste Hilfe

Die wichtigsten Telefonnummern im Notfall sind die Notrufnummern

  • 112 (Rettungsdienst, Feuerwehr)
  • 110 (Polizei)

Wenn Sie einen Unfall oder sonstigen Notfall melden, sprechen Sie klar und deutlich.

Fünf "W", die Sie sich für den Notruf merken sollten:

  • Wer ruft an? - Nennen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer für eventuelle spätere Rückfragen.
  • Wo ist etwas passiert? - Geben Sie die genaue Adresse des Unfallortes an (Ort, Straße, Hausnummer und Geschoss). Teilen Sie auch Besonderheiten mit (z.B. Kilometerangaben sowie Fahrtrichtung bei Autobahnen, Hinterhoflage oder besondere Zugänge).
  • Was ist geschehen? - Schildern Sie die Situation in kurzen Worten so genau wie möglich.
  • Wie viele Verletzte gibt es? - Teilen Sie die Anzahl der verletzten Personen mit. Machen Sie soweit möglich auch Angaben zu der Schwere der Verletzungen.
  • Warten auf Rückfragen! - Legen Sie erst auf, wenn der Disponent oder die Disponentin keine Fragen mehr hat und den Anruf beendet.

Nach dem Notruf warten Sie das Eintreffen der Rettungskräfte ab, weisen Sie diese bei Bedarf ein und teilen Sie ihnen eventuell wichtige Beobachtungen mit.

Erste Hilfe

Da von der Notfallmeldung bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wertvolle Zeit für die Rettung des Betroffenen verloren gehen kann, sollte jeder über Grundkenntnisse in erster Hilfe verfügen und diese regelmäßig auffrischen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Handelt es sich um einen medizinischen Notfall, mit dem Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Sie erreichen ihn unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117. Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl.
Sie gilt deutschlandweit und ist kostenlos, egal ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen.

Krankentransport

Für einen Krankentransport, bei dem ein Patient unter medizinisch-fachlicher Betreuung befördert werden muss, gibt es eine gesonderte Rufnummer: 19222. Beachten Sie, dass Sie auch vom Festnetz aus die Ortsvorwahl der für Ihren Kreis zuständigen Leitstelle vorwählen müssen.

Hör- und Sprachgeschädigte

Hör- und Sprachgeschädigte haben die Möglichkeit, bei einem Notfall die Notrufnummer 112 per Fax zu nutzen. Hierzu steht ein speziell entwickelter Vordruck zur Verfügung, der im Notfall einfach und schnell ausgefüllt werden kann. Der Vordruck steht zum Beispiel auf der Internetseite des Landesverbandes der Gehörlosen zum Download bereit.

Zu den Verfahren und Dienstleistungen

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Innenministerium hat ihn am 08.02.2017 freigegeben.

Die hier dargestellten Informationen werden von service-bw übernommen und regelmäßig aktualisiert.