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Ausrufung der Pandemiestufe 3 – „Kritische Phase“

Die Landesregierung hat aufgrund steigender Infektionszahlen die 3. Pandemiestufe ausgerufen. Ziel ist eine schnellstmögliche Eindämmung und Verlangsamung der zweiten Infektionswelle. Dazu wurde die Corona-Verordnung um landesweit geltende, verschärfte Maßnahmen ergänzt.

Die neuen Regelungen traten am Montag, 19. Oktober, in Kraft, zeitgleich mit dem Inkrafttreten der der dritten Pandemiestufe. Die Änderungen der Corona-Verordnung hat das Kabinett in einer Sondersitzung am Samstag, 17. Oktober 2020, beschlossen. Die steigenden Infektionszahlen und das diffuse Ausbruchsgeschehen in vielen Stadt- und Landkreisen machen diesen Schritt notwendig.
 
 
Änderungen der Corona-Verordnung 
Die landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt in Fußgängerzonen, bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien, soweit die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Es gilt eine landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht ab der 5. Klasse in den weiterführenden Schulen sowie beruflichen Schulen. Ansammlungen werden auf 10 Personen oder maximal zwei Hausstände begrenzt. Private Veranstaltungen mit über 10 Personen sind untersagt, es sei denn die Personen stammen aus maximal zwei Hausständen.Die Teilnehmeranzahl für Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt.Kliniken: Angesichts der Erwartung eines höheren Patientenaufkommens in den Kliniken, sollten diese ihre für SARS-CoV2 Patienten erforderlichen (Intensiv-)Kapazitäten stufenweise anpassen sowie elektive Behandlungen schrittweise reduzieren.Ambulante Versorgung: Die Corona Fieber-Ambulanzen und Teststellen in den besonders betroffenen Regionen werden wieder hochgefahren bzw. ausgeweitet.Telemedizin: Ausweitung der Nutzung telemedizinischer Behandlungsmöglichkeiten (auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) zur Vermeidung von Kontakten in Arztpraxen.Einschränkung der nicht-schulischen Nutzung des Schulgebäudes.Kitas: Konsequente Distanz bei der Gruppenbildung bleibt bestehen.Hochschulen: weitreichende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch auf den Sitzplätzen
 
Diese Maßnahmen gelten seit Montag, 19.10.2020 landesweit. Darüber hinaus können Städte und Landkreise, in denen eine Inzidenz von mehr als 50 / 100.000 Einwohner vorherrscht, per Allgemeinverfügung weitergehende, noch schärfere lokale Maßnahmen ergreifen, wie zum Beispiel nächtliche Ausgangssperren verhängen.

Die Landesregierung appelliert noch einmal eindringlich an die Bevölkerung: Jede und jeder Einzelne kann auch weiterhin mit der Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand + Hygiene + Alltagsmaske) plus Lüften und Nutzen der Corona-Warn-App maßgeblich zur Verringerung des Infektionsrisikos beitragen. Wo möglich, sollen Bürgerinnen und Bürger zudem die Anzahl ihrer Kontakte reduzieren und auf Reisen verzichten.



Allgemeinverfügungen des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald
Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat Allgemeinverfügungen erlassen.

Demnach gilt seit Donnerstag, 22. Oktober 2020, in allen Gemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald eine Sperrzeit für Gastronomiebetriebe ab 23 Uhr. Diese endet, soweit für das Ende keine anderweitige Regelung besteht, um 06.00 Uhr. Während der Sperrzeit gilt für Gaststätten und gastgewerbliche Einrichtungen gemäß dem Gaststättengesetz auch ein generelles Außenabgabeverbot von Alkohol, der sogenannte Gassenschank.

In der Stadt Freiburg gilt seit Donnerstag, 22. Oktober 2020, ebenfalls eine Sperrstunde für gastronomische Betriebe von 23 bis 6 Uhr. Die Abgabe alkoholischer Getränke über die Straße ist in Freiburg bereits ab 19 Uhr untersagt. Dies gilt ebenfalls bis 6 Uhr. In der Innenstadt von Freiburg ist innerhalb von Fußgängerbereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.


Die konsolidierte Fassung der Corona-Verordnung, der CoronaVO Schule und die Allgemeinverfügung des Landratsamtes finden Sie auf unserer Website unter "Aktuelle Informationen zum Coronavirus" auf der Startseite.